NCCR Mediality
UZH




Die Nationalen Forschungsschwerpunkte (NFS) sind ein Förderungsmittel des Schweizerischen Nationalfonds.
Nationaler Forschungsschwerpunkt Medienwandel - Medienwechsel - Medienwissen. Historische Perspektiven 2013-2017

Der Nationale Forschungsschwerpunkt beschäftigt sich mit der Geschichtlichkeit von Medien und Medialität. Sein Interesse gilt insbesondere Kommunikations-, Übertragungs- und Wahrnehmungsformen vor den dominanten Massenmedien und vor den modernen teleologisch und technologisch orientierten Mediendiskursen. Ziel ist eine historische Mediologie, die Situationen in den Blick nimmt, in denen kommunikative Praktiken sich verändern (Medienwandel), mediale Formen Dynamisierung erfahren (Medienwechsel) und Bedingungen von Kommunikation reflektiert werden (Medienwissen).

Die dritte Phase des NFS stellt die Frage nach den Grenzen des Medialen in den Vordergrund. In 16 Teilprojekten soll an prägnanten Konstellationen die Verschränkung zwischen der Ausstellung und der (scheinbaren) Aufhebung von Vermittlung systematisch untersucht werden. Leitbegriffe sind dabei die Ostentation, die bereits in der bisherigen Forschung am NFS Phänomene der Herausstellung oder Hervorhebung bezeichnet hat, und die Implosion, die Momente des Auflösens, des Zusammenbruchs von Unterscheidungen und der inneren Heterogenität umfasst. Als Begriffe, die einerseits eher Strategien und andererseits eher Prozesse betreffen, werden Ostentation und Implosion nicht als Gegensatzpaar begriffen, sondern dienen dazu, die Spannung und das mediale Oszillieren zwischen Erscheinen und Verschwinden, Sagbarkeit und Unsagbarkeit, Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, Fassbarkeit und Unfassbarkeit zu beschreiben. Mit dem Zusammenspiel ostentativer und implosiver Aspekte verspricht eine qualitative Dimension des Medialen zur Geltung zu kommen, die in den quantitativ bestimmten aktuellen Mediendiskursen meist zu kurz kommt.

Am NFS beteiligte Fächer sind die Germanistische Literatur- und Sprachwissenschaft, die Geschichtswissenschaft, Kunstgeschichte, Filmwissenschaft, Nordistik und Rechtswissenschaft.

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