Medialität – Historische Perspektiven
Doktoratsprogramm am Deutschen Seminar der Universität Zürich
In Kooperation mit dem NCCR «Mediality»

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Medialität


Die aktuellen Mediendiskurse orientieren sich in der Regel an der Gegenwart und an den vielfältigen Ausprägungen von Massenmedien bzw. elektronisch basierten Medien. Sie verstärken damit die in den elektronischen Medien selbst angelegte Tendenz der Enthistorisierung von Wissen in der Vereinheitlichung von Wissensräumen und -oberflächen.

Das Doktoratsprogramm «Medialität Historische Perspektiven» reagiert auf diese Situation, indem es historische Ausprägungen von Medialität ins Zentrum stellt. Untersucht werden Formen, Begriffe und Kategorien, in denen Mediales vor dem Zeitalter der modernen Medien gefasst, thematisiert und reflektiert wurde.

Der Fokus auf die Vormoderne erlaubt einerseits, eine Vielfalt von Konstellationen in den Blick zu nehmen. Andererseits wird eine gemeinsame Basis geschaffen, indem die Verhältnisse vor der Ausbildung genuiner Mediendiskurse untersucht werden. Es werden Fächer zusammen geführt, die in Konfrontation mit der Moderne, aus der sie selbst institutionell herstammen, die (mediale) Eigenart ihres Gegenstandsbereichs bestimmen.

 

Programmprofil


Das Doktoratsprogramm richtet sich an alle, die sich in ihrer Dissertation mit Antike, Mittelalter oder Früher Neuzeit beschäftigen und die ein Interesse an der Frage nach Medialität haben. Ihnen wird einerseits durch eine enge Kooperation mit dem Nationalen Forschungsschwerpunkt NFS «Mediality» die Möglichkeit geboten, von einer weit gespannten interdisziplinären Forschungsumgebung zu profitieren. Andererseits bietet das Programm Lehrveranstaltungen und Workshops an, die gezielt für Doktorierende konzipiert sind.

Die Teilnahme am Doktoratsprogramm bedeutet für die Promovierenden:

Kontinuierliche, transparente Betreuungsverhältnisse
Sensibilisierung für methodische Fragestellungen, insbesondere für solche der Historizität und der Medialität
Hinreichende Flexibilität für eine individuelle Gestaltung des Promotionsverlaufes
Förderung des Austausches mit anderen Promovierenden (inneruniversitär und international)
Integration in ein inspirierendes, interdisziplinäres Arbeitsumfeld und in ein internationales Forschungsprojekt
Finanzielle Unterstützung für internationale Mobilität
Förderung der Eigeninitiative (Infrastruktur und finanzielle Mittel für die Organisation von Workshops und Tagungen) und
Erwerb von akademischen und arbeitsmarktrelevanten Kompetenzen

 

Gezielte Förderung


Die Promovierenden werden durch das Doktoratsprogramm in folgender Hinsicht finanziell unterstützt:

Reisekosten-, Gebühren- und ggf. Unterkunftsentschädigung bei Tagungsteilnahme mit und ohne eigenem Vortrag
Projektbezogene Zuschüsse für Sachmittel, wie Büchergeld (jährlich Maximalbetrag 500 CHF), Reproduktionskosten von Medien, Gebühren für Bibliotheks- und Archivnutzung etc.
Mobilitätszuschlag bei Auslandssemestern (Reisekosten und ggf. Bezuschussung der Unterkunft, Semestergebühren)
Mittel für die Veranstaltung von eigenen Workshops, Tagungen und die Einladung von renommierten Forscherinnen und Forscher
Zuschüsse für Forschungs- und Bibliotheksreisen
Zuschüsse für den Druckkostenzuschlag für die Publikation der abgeschlossenen Doktorarbeit nach Negativbescheid anderer Förderungsmöglichkeiten

Da die vom Doktoratsprogramm zu vergebenden finanziellen Mittel forschungs- und projektgebunden sind, können keine Unterhaltsstipendien vergeben werden. Die Koordination und die betreuenden Professorinnen und Professoren sind jedoch bei der Antragsstellung behilflich. Zugleich ist die Aufnahme in das Doktoratsprogramm der Bewerbung für kantonale und nationale Stipendien förderlich.

 

Links zu Institutionen, die Unterhaltsstipendien verleihen


Forschungskredit der Universität Zürich
Förderungen des Schweizerischen Nationalfonds
Stipendienstelle der Universität Zürich
Janggen-Pöhn-Stiftung


Francisco de Zurbarán: Das Heilige Antlitz, Source: Wikimedia Commons


Programmleitung

Prof. Dr. Christian Kiening
Deutsches Seminar


Kontakt

Dr. Christine Stridde

Universität Zürich
Deutsches Seminar
Besucheradresse
Rämistrasse 69 / SOC 105a
Postadresse
Schönberggasse 9
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Tel.: +41 44 634 51 25
E-Mail: christine.stridde(at)ds.uzh.ch