Medialität – Historische Perspektiven
Doktoratsprogramm am Deutschen Seminar der Universität Zürich
In Kooperation mit dem NCCR «Mediality»

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Studienprogramm


Die Universität Zürich unterscheidet mit der Promotionsordnung von 2009 zwischen dem «Allgemeinen Doktorat», für das 12 ECTS-Punkte zu erwerben sind, und der Teilnahme an Doktoratsprogrammen, in deren Rahmen 30 ECTS-Punkte erbracht werden müssen.

Die curricularen Vorgaben sind hinreichend flexibel, damit die Leistungsnachweise ausnahmslos durch Veranstaltungen erbracht werden können, die die individuelle Arbeit befördern. Den Schwerpunkt bilden regelmässig stattfindende Forschungs- und Doktorandenkolloquien sowie Blockseminare, die durch selbst gewählte Aktivitäten ergänzt werden. Die Lehrveranstaltungen konzentrieren sich auf die ersten vier Semester, damit das fünfte und das sechste Semester ganz dem Abschluss der Dissertation gewidmet werden können.

 

Mustercurriculum


Sem. Modul ECTS
1 Doktoratskolloquium A / Wahlpflicht-Modul D20 4
1 Blockseminar / Wahl-Modul D22 4
2 Doktoratskolloquium B / Wahlpflicht-Modul, D21 4
3 Forschungskolloquium im Wahlbereich mit Projektvorstellung / Wahl-Modul 4
3 Workshop des Doktoratsprogramms / Wahl-Modul D23 2
4 Doktoratskolloquium B / Wahlpflicht-Modul, D21 4
1-6 Wahlbereich / W-Modul, D24 oder externe Leistungen 8
Total 30

 

Veranstaltungstypen


Doktoratskolloquium A / Wahlpflicht-Modul D20: Das Forschungskolloquium hat zum einen zum Ziel, theoretische Texte eingehend zu diskutieren. Zum anderen wird den Doktorierenden die Möglichkeit geboten, ihre eigenen Projekte vorstellen zu können. Das Kolloquium wird abwechselnd von einem der am Doktoratsprogramm beteiligten Dozierenden geleitet. Weitere Dozierende nehmen bei den von ihnen betreuten Projektvorstellungen und bei Themen, die ihren Forschungsschwerpunkt betreffen, teil. 4 ECTS-Punkte

Doktoratskolloquium B / Wahlpflicht-Modul D21): Das Forschungskolloquium wird von jeweils einem der Promovierenden selbst geleitet und findet ohne die betreuenden Professorinnen und Professoren aber mit der koordinierenden Lehrperson statt. Gemeinsam sollen einschlägige Texte und Theorien gelesen und diskutiert werden, aber andere Formen je nach Bedarf und Idee sind möglich. Es können etwa auch Kapitel-Entwürfe und entstehende Aufsätze im kleinen Kreis kritisch diskutiert und sich im Arbeitsprozess ergebende Probleme diskutiert werden. 4 ECTS-Punkte

Blockseminar / Wahlmodul D22: In einem Blockseminar, zu dem namhafte auswärtige Forscherinnen und Forscher eingeladen werden, sollen mediale Konzepte und deren Wandel über einen längeren Zeitraum hinweg verfolgt werden. Die Doktorierenden sind jeweils dafür verantwortlich, in eine Sitzung, die mit ihrem Kompetenzbereich in Zusammenhang steht, einzuführen. 4 ECTS-Punkte

Workshop / Wahlmodul D23: In den Workshops stellt ein eingeladener Gastwissenschaftler oder eine Gastwissenschaftlerin spezifische mediale Konstellationen aus ihrem Forschungsbereich vor und diskutiert diese mit den Doktorierenden. Anhand von Koreferaten reagieren diese auf die Forschung des Gastes und stellen einen Bezug zu ihrem Forschungsgegenstand her. Beabsichtigt ist, dass diese Workshops von den Doktorierenden selbst organisiert werden oder zumindest auf ihre Anregungen hin entstehen. Je nach Bedarf können in diesem Rahmen auch Workshops zu Arbeitstechniken (z.B. Vortragstechnik, Academic Writing, Editionen) oder zum Erwerb von arbeitsmarktrelevanten Kompetenzen organisiert werden. 2 ECTS-Punkte

Wahlbereich / D24 oder externe Leistungen: Die Promovierenden sollen weitere ECTS-Punkte auf eine Weise erbringen, die ihnen möglichst grosse Wahlfreiheit lässt. Möglich sind:

- Teilnahme an thematisch einschlägigen weiteren Lehrveranstaltungen oder weiteren Doktorandenkolloquien mit oder ohne eigenen Beitrag 2 oder 4 ECTS
- Teilnahme an einer Summerschool in Zürich oder an einer externen Universität 6 ECTS
- Tagungsteilnahme mit eigenem Vortrag 4 ECTS
- Selbstorganisation einer Tagung, eines Workshops, einer Vortragsreihe oder einer Ausstellung, auch im Kollektiv 4 ECTS
- Abhalten einer eigenen Lehrveranstaltung 4 ECTS
- Organisation einer mehrtägigen Exkursion 4 ECTS
- Besuch von Lehrveranstaltungen an einer ausländischen Universität (im Rahmen eines Gastsemesters) 2 ECTS
- Publikation eines wissenschaftlichen Beitrags (ein Aufsatz oder zwei Rezensionen) 4 ECTS
- Praktikum in inner- und ausseruniversitären kulturellen und medialen Einrichtungen 4 ECTS
- Absolvierung von Hochschuldidaktikkursen 2 ECTS

Die Wahlmodule können durch aufwandäquivalente Studienleistungen (Seminare oder Doktorandenkolloquien an den einzelnen Instituten sowie durch Veranstaltungen der «Graduiertenschule am Deutschen Seminar») ganz oder teilweise ersetzt werden. Auch einzelne Wahlpflichtmodule können nach Absprache mit den Betreuungspersonen und der Koordination substituiert werden.

 

   Aktuell

Workshop mit Ulrike Draesner: "Bildwelten? Flackern, stottern, genießen"

19.-20.12.2017, weitere Info zu Ort und Zeit folgen.

Anhand zweier höchst unterschiedlicher Beispiele (Nibelungenlied, Spätwerk von Kurt Schwitters) fragt der Workshop nach den Beziehungen zwischen Texten und Bildern. Der Schwerpunkt liegt darauf, wie literarische Werke auf bereits existierende Bildwerke (Zeichnung, Holzschnitt, Skulptur, Film), die ihrerseits auf Text- oder andere Bildvorlagen referieren, Bezug nehmen. In welchem Sinn könnte von Übersetzung die Rede sei? Welche Rolle spielt die Historizität der Bildwerke selbst sowie des Textes, der sie inspirierte? Wie werden die entstehenden Schichten-Produkte wahrgenommen? Schließlich: welche Bilder (im Kopf) entwerfen die ersten-zweiten-dritten Texte ihrerseits?
Ulrike Draesner berichtet aus einem noch im Entstehen begriffenen Projekt zu Kurt Schwitters (Arbeitsprozesse, Recherchen, Bilddeutungen) sowie von ihrer Auseinandersetzung mit den 1908 entstanden Illustrationen Carl-Otto Czeschkas zum Nibelungenlied, die wiederum Fritz Langs Nibelungenverfilmung inspirierten. Sichtbar gemacht werden Bildverkettungen und -verschiebungen, historische Eigenheiten, das (bewusste) Ineinanderblenden von Geschichte und Gegenwart. Interpretationsgänge und eigene praktische Übungen begleiten beide Teil des Workshops. Programm folgt.

Abendlesung mit Ulrike Draesner: "GRENZLAND. Vom Wandern und seinen Folgen"

19.12.2017, 18:15 Uhr

"Herkunft, das meint, wie wir darüber sprechen, wer man wird, indem man erfindet, wer man war, um zu werden, was man nicht sein muß, sondern kann."

Die Lesung ist öffentlich, Eintritt frei. Flyer


Francisco de Zurbarán: Das Heilige Antlitz, Source: Wikimedia Commons


Programmleitung

Prof. Dr. Christian Kiening
Deutsches Seminar


Kontakt

Dr. Christine Stridde

Universität Zürich
Deutsches Seminar
Besucheradresse
Rämistrasse 69 / SOC 105a
Postadresse
Schönberggasse 9
CH-8001 Zürich

Tel.: +41 44 634 51 25
E-Mail: christine.stridde(at)ds.uzh.ch